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Wer in der Krippe liegt, das wissen wir alle. Es ist Jesus Christus, Sohn Gottes, der Heiland. Aber wer steht außen herum?

Da ist Maria, die Mutter, die sehr jung schwanger wurde und das unter nicht ganz eindeutigen Gegebenheiten. Heute würde man sie vielleicht als Teeniemutter bezeichnen. Und dort, nah an der Krippe ist Josef. Er ist nicht der leibliche, sondern “nur“ der Adoptivvater. Trotzdem setzt er große Hoffnungen in den Knaben, denn er soll schließlich einmal das Familienunternehmen weiterführen. Dann sind da die Tiere, ein Ochse, ein Esel und die Schafe. Sicherlich riecht es nicht besonders gut. Aber was soll man machen. Wenigstens halten sie den kleinen Raum warm. Es ist ja nicht das eigene Zuhause der jungen Patchwork Familie. Sie haben hier nur Asyl bekommen. Hier im Stall, nachdem sie an allen anderen Stellen abgewiesen wurden.

Zuerst kommen die Hirten: Alte, junge, vielleicht sogar mehrere Generationen derselben Sippe. Es sind derbe Menschen, gekennzeichnet von Armut und dem Leben unter freiem Himmel. Und nun wird es interkulturell. Die drei Weisen aus dem Morgenland sind angekommen. Freilich schick gekleidet. Sie sind mit ihren Geschenken etwas spät dran. Denn sie waren erst im Palast, um dort den neugeborenen König zu finden, den sie erwarteten. Nun stehen sie alle da und betrachten das Baby von dem so Vieles und so Unterschiedliches erwartet wird.

Doch in einem sind sie alle gleich, sie sehen ein Kind. Und noch etwas ist gleich, das Kind sieht SIE! Alle! Und für das Kind sind sie alle gleich. Es macht keinen Unterschied wie sie gekleidet sind, welche Hautfarbe sie haben, wie alt sie sind oder wie klug. Dieses Kind sieht sie als das was sie sind, als Menschen. Und Gott liebt alle die vor der Krippe stehen oder darin liegen, und uns heute, als das was wir sind. Als seine Kinder.

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