Impressionen aus verschneiten Tagen

Es ist ruhig geworden im Lehmbau. Die Enten genießen die Sonne am neuen Gewächshaus. Die Schafe und Ziegen stapfen friedlich durch den frischen Schnee und meckern, weil sie kein frisches Gras mehr finden. Die Katzen haben ihre Jagdausflüge gegen die Wärme der Heizung ausgetauscht und unsere Hühner bleiben unter dem Dach, damit ihre Füße nicht im kalten Schnee frieren.

Eigentlich ein friedliches, ruhiges und harmonisches Bild, das man früher nur von den Wochenenden und Schließzeiten kannte.

Auch die letzten Masken des Sommers, die statt der üblichen Kinderkleidung und Brotzeitdosen dieses Jahr liegen geblieben waren, sind schon lange weggeräumt. Wir Menschen und auch unsere Tiere genießen den glitzernden Wintereinbruch.

Aber da fehlt etwas. Die Schneeballschlachten der Kinder auf dem Gelände. Das Kichern über die Tiere von den ehrenamtlichen Tierversorgern. Und dort wo das wilde Leben des Jugendtreffs toben sollte, ist eine Abstellkammer entstanden, da wir uns der Renovierungswelle der pädagogischen Einrichtungen im Lockdown angeschlossen haben.

Ja, wir vermissen euch sehr.

Wir wollen aber nicht, dass diese ganze Krise nur dazu gut ist, diese Krise heil wieder zu überstehen. Wie viele andere auch, versuchen wir dem ganzen einen Sinn zu geben. Wir integrieren die digitale Offene Arbeit, richten unsere Räume her und bilden uns weiter. Wir planen Aktionen für geselligere Zeiten, entdecken neue Möglichkeiten für unsere Arbeit und üben uns in geduldiger Flexibilität. Auch im Großen und Ganzen denken wir darüber nach, dass diese schwierige Zeit auch eine Chance sein kann. Vor allem beim Thema “Klima” können wir einiges lernen, wenn wir uns darauf einlassen.

Wir wünschen euch von Herzen, dass es euch gut geht und ihr gesund bleibt und freuen uns schon darauf euch irgendwann wieder persönlich zu begegnen.

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