Lock down and open up – Tim’s Corona-Tagebuch

Tag 1

Gestern habe ich noch unbeschwert dem Pfarrer die Hand geschüttelt. Man muss ja nicht unnötig Angst haben! Heute kam dann der Lockdown. Ab in die Quarantäne. Es scheint doch mehr dran zu sein, als gedacht. Aber das wird schon wieder vorbeigehen!

Tag 3

Heute dusche ich mal nicht, ich bleibe ja sowieso drinnen!

 

Tag 7

Okay, Zeit zu duschen. Die Baustelle am Nachbarshaus ist einfach zu laut, um mein Fenster durchgehend zum Lüften geöffnet zu haben …

 

Tag 12

Das Regal mit dem Klopapier war endlich wieder voll. Die Hamster scheinen sich verzogen zu haben. Ich hab gleich mal mehrere Packungen gekauft, zur Sicherheit, aber dafür das Mehl vergessen. Heute gibt es also wohl kein Abendessen … Obwohl, gab es da nicht mal diese Frau bei RTL, die sich das Klopapier in den Kakao getunkt hat?

 

Tag 15

Stehe mittlerweile nachmittags um 3 auf und gehe mit dem ersten Tageslicht ins Bett. Wenn ich jeden Tag zwei Stunden später ins Bett gehe, dann hab ich in 9 Tagen wieder meinen normalen Rhythmus! Let’s go!

 

Tag 27

Mein Darth Vader Helm vom letzten Fasching eignet sich bestimmt als Maske für den Supermarkt! Ich teste das mal morgen.

 

Tag 28

Hatte nicht erwartet auf Yoda zu treffen. Gut, dass ich mein Lichtschwert dabeihatte!

 

Tag 31

Die Polizei nimmt keine Anzeige auf, wegen dem Vorfall bei Rewe. So ein Lichtschwert eignet sich gut, um 1,5 Meter Abstand zu halten, meinen sie.

 

Tag 32

Minecraft-Server eröffnet. Gleich mal eine Hühnerfarm gemacht.

 

Tag 37

Besitze jetzt neben Skype und ICQ noch die aktuell sehr gehypten Dienste Zoom, MicrosoftTeams, Cisco Webex, Discord und Houseparty. Mein neues Motto: solange es nicht Moodle ist, ist alles gut.

 

Tag 40

Während dem Japanischkurs geduscht; war mal wieder Zeit!

 

Tag 42

Ehrendeutsche hat mich in der Tram unverzüglich darauf hingewiesen, dass man die Maske bereits vor dem Einstieg aufziehen muss, und nicht erst wenn man sitzt. Gut, dass wir hier alle immer so toll aufeinander achten!

 

Tag 43

Minecraft-Server ist gestern Nacht abgeschmiert. Zu viele Viecher auf einmal … Immer diese Kinder auf dem Server! Jetzt sind meine ganzen 700 Hühner weg. So ein Mist, das waren bestimmt 5 oder 6 Level.

 

Tag 45

Habe die Ehrendeutsche wiedergesehen, diesmal vor dem Lidl (bei Rewe habe ich Hausverbot). Sie stand mit einer älteren Dame genau zwei Schritte vor dem Eingang. Ihre Maske hing nur noch an einem Ohr; so unterhält man sich besser. Maskenpflicht gilt ja im Supermarkt, und nicht draußen: Alles hat seine Richtigkeit!

 

Tag 46

Gestern Mehl gekauft. Heute nach Stunden aus dem Delirium aufgewacht und entdeckt, dass ich vormittags 4 Kuchen mit verschiedenen Glasuren und 3 Bleche Kekse mit Kuchengeschmack gebacken habe. Für die Muffins hatte ich anscheinend zu wenig Mehl, der Teig war ganz klebrig … Was soll’s!

 

Tag 47

Wollte den Muffins von gestern noch einen Schriftzug geben, hatte aber nur noch die Zuckergussbuchstaben A, B, S und O übrig. Scheine wohl bei den Sammelpäckchen Pech gehabt zu haben. Jetzt steht auf meinen Muffins ABBABASOBABA. Ich backe gerne Muffins 🙂

 

Tag 50

Minecraft. Versuche Kuchen zu backen. Kostet mich 3 Stunden die Zutaten zu sammeln. Bin am Ende froh, dass ich den Kuchen nicht in Wirklichkeit essen kann; mit den ganzen Eiseneimern drin schmeckt der bestimmt wie Leberpastete.

 

Tag 57

Heute doch mal wieder draußen gewesen. Sushi holen, als Ausgleich für das verschobene Auslandssemester in Japan. Die Kassiererin hat mich gefragt, wo ich denn den Helm herhabe. Keine Ahnung, was sie gemeint hat …

 

Tag 58

Es hat sich geklärt. Im Vorbeigehen hab ich aus Versehen in den Spiegel geschaut … Ich sollte wirklich mal wieder duschen gehen.

 

Tag 69

Heute illegale KV-Sitzung abgehalten. Keine Polizei dagewesen, das wäre teuer geworden. Um nicht so auszusehen wie sonst immer, hab ich mich mal rausgeputzt. Bin sogar fast zu spät gekommen, weil ich mich noch glatt rasieren musste! Hab erst wieder zu Hause bemerkt, dass ich für die gesamte Sitzung eine Maske aufhatte. Aber drunter sah ich gut aus!

 

Tag 71

Zehn Wochen Quarantäne sind vorbei. Aber keine Sorge, es geht bestimmt noch weiter! Gerade wird etwas gelockert. Klar, ein bisschen Biergarten hier, ein bisschen Abitur da, aber das Leben wird für alle schon bald wieder zur Normalität zurückkehren: Zurück in den Lockdown 😊

 

 

Ihr seht, wir sind am Ende. Zwei Wochen voller Artikel sind nun vorbei und wir können uns wieder unserer normalen work-life-sleep-balance widmen!

Wir freuen uns, mit euch diesen Blog gestaltet zu haben!

Und wenn du nun noch Lust hast, beim nächsten TschäkHeft dabei zu sein oder nur auf ein nices Abendessen zu unserer Sitzung zu kommen, melde dich einfach bei Tobias Butze oder direkt bei einem vom Tschäkheft-Team.

Mit viel Tschäkliebe,

Jasmin Leib, Tim Novak, Lukas Wöhrle, Cornelia Säckl, Robin Neumann und Tobias Butze

Peace out

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