Ihr Lieben,

Corona ist auch in Tansania angekommen.

In diesem Beitrag gebe ich euch einen Brief, den alle Kirchengemeinden erhalten haben. Als Dekanatsjugend haben wir auch einen besonderen Bezug zu unserem Partnerdekanat, deshalb möchte ich auch euch über diese Lage informieren. Und vielleicht habt ihr, eure Familien oder eure Jugend noch den einen oder anderen Euro übrig. Wie man aus dem Brief unschwer erkennen kann, können unsere Partner heute mehr denn je jeden Euro gebrauchen.

Der Brief lautete:

Der Partnerschaftsausschuss unseres Dekanats steht mit unseren tansanischen Partnern natürlich auch in dieser Zeit in engem Kontakt. Wir sind von unseren Partnern eigentlich äußerste Zurückhaltung gewohnt. Sie schildern ihre Lebenssituation in der Regel sehr optimistisch. Eine Bitte oder Klage kommt nie. Darum waren wir sehr überrascht, nun von ihnen zu erfahren, wie schwierig die Lage angesichts von Corona in Tansania zu sein scheint: Die Regierung hüllt die Bevölkerung in Schweigen, Infektionszahlen werden nicht mehr berichtet. Das öffentliche Leben lahmt aber wirkliche Schutzmaßnahmen sind nur bedingt möglich. Hauptgrund: Um für die Desinfektion nötige Seife, Eimer für Wasser oder medizinische Schutzmasken für die Krankenstationen in kirchlicher Trägerschaft zu erwerben ist Geld notwendig. Die sonst alltägliche und gut funktionierende Lebens- und Handlungsweise, bei der Güter und Lebensmittel vor allem im Tauschhandel erworben werden, greift plötzlich nicht.

Unsere Partnergemeinden sehen einer – wie selbst sagen – „großen Herausforderung“ entgegen. Die Schilderungen, die wir von unseren Partnern, namentlich Dekan Tafuteni Mwasonya aus Ludewa erhalten, decken sich mit den Informationen, die MissionEineWelt bzw. die ausländischen Medien aus Tansania berichten.

Im Namen des Partnerschaftsausschusses unseres Dekanats richte ich nun an dich und eure Kirchengemeinde die Bitte, eine der Maikollekten 2020 für unsere Partner in Tansania umzuwidmen. Es geht um –für uns sehr überschaubare – Investitionen z.B. von Wassertanks zum Händewaschen (je Stück ca. 6 Euro), Flüssigseifen und Desinfektionsmittel (jeweils ca. 2 Euro) oder medizinischen Masken (jeweils ca. 1,50 Euro) sowie weitere ähnliche Sachen. Uns liegt eine genaue Aufstellung für die benötigten Materialien vor. Wichtig ist die Versorgung der einzelnen Gemeinden – in unseren beiden Partnerdekanaten jeweils ca. 19 Stück. Je Gemeinde ist mit ca. 120 Euro Kosten zu rechnen. Es muss allerdings rasch gehen. Die Infektionszahlen steigen leider.

 

Glücklicherweise können unsere Partner die Materialien vor Ort erwerben, es fehlt einzig das Geld, denn Hersteller von solchen Gegenständen tauschen eben nicht gegen Mais oder Kartoffeln.

Uns ist bewusst, dass jetzt nach „7 Wochen ohne“ Kollekte und Klingelbeutel auch eure eigene Gemeindekasse etwas leerer wirkt. Dennoch empfehlen wir euch das Projekt sehr an. Wir stehen mit den Partnern in direktem Kontakt. Die gesammelten Mittel können sehr kurzfristig und dennoch nach Maßgabe der geltenden Complience-Regelungen ihrem Zweck zugeführt werden.

 

Als Überweisungskonto gilt das Spendenkonto beim  Ev.-luth. Dekanat Augsburg,  Evangelische Bank eG,  IBAN: DE41 5206 0410 0001 2010 00,  BIC: GENODEF1EK1
Verwendungszweck: Corona-Hilfe Tansania

 

Liebe Grüße, 

eure Marlene

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