Foto: Ba bäm ba bäm! Der Herbstgrundkurs hat echt gerockt! Vielen Dank an alle die dabei waren. Wir wünschen euch viel Spaß und Erfolg dabei, das was ihr gelernt habt in euren Gemeinden auszuprobieren.Und falls es mal Fragen gibt, im Jugendwerk stehen wir euch mit Rat und Tat zur Seite!Sieben Tage lang dauerte der Jugendleitergrundkurs des Evangelischen Jugendwerks für die engagierten Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren im Theodor-Lembert-Haus in Reinhartshofen. Fast die ganzen Herbstferien hielten sich die Teilnehmer frei, um sich für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in ihren Gemeinden weiterbilden zu lassen. „Es war nicht einfach, zu den vielen Angeboten von meinen Freunden in den Ferien nein zu sagen, weil ich wusste, dass ich auf den Grundkurs mitfahren werde. Aber nach dieser Woche kann ich nur sagen, es hat sich auf jeden Fall rentiert. Ich habe so viele neue Methoden gelernt, die ich in meiner Gemeinde brauchen kann. Außerdem war es toll mit den ganzen anderen ehrenamtlichen Mitarbeitern in Kontakt zu kommen.“, lautet das Fazit der Teilnehmer, bei der Abschlussrunde.

In den Workshops arbeiteten die Jugendlichen an vielen Themen, die in der außerschulischen Jugendarbeit wichtig sind. Egal ob die Kommunikationstheorie nach Schulz von Thun, Konfliktsituationen in Gruppen, Antworten auf die Frage „Wie gestalte ich eine Andacht“ oder spielpädagogische Grundlagen; den Jugendlichen wurde ein breites Spektrum an Inhalten geboten.

Dabei ging es dem verantwortlichen Team, bestehend aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Evangelischen Jugend Augsburg besonders darum, dass die Teilnehmer nach kurzen theoretischen Inputs viele Möglichkeiten hatten, die erklärten Methoden selbst auszuprobieren oder Beispiele aus ihrem Erfahrungsschatz in der Gemeinde beizusteuern.

 

Prävention vor sexueller Gewalt

 

Seit mehreren Jahren gehört die Einheit „Bei uns nicht! – Prävention vor sexueller Gewalt“ zu einem der wichtigsten Bestandteile des Jugendleiterkurses der Evangelischen Jugend. Einen Einstieg in die gemeinsame Diskussion gestaltete die Referentin Manuela Paulak mit einer Einordnungsaufgabe für die Teilnehmer. Sie sollten verschiedene Situationen auf einer Skala platzieren und sie somit bewerten, ab welchem Punkt man von sexuellem Missbrauch spricht. Dabei kamen die Jugendlichen zu der Erkenntnis, dass es – neben einigen klaren Fällen – sehr schwierig ist, für alle Situationen eine objektive Einteilung zu finden. Wichtig war jedoch allen, festzuhalten, dass neben den gesetzlichen Regelungen, die ausschlaggebende Richtschnur das persönliche Erleben der betroffenen Person ist. Dazu zählt für die Jugendlichen jedes „Nein“, das von Tätern nicht beachtet wird, egal ob dabei eine körperliche oder seelische Grenze überschritten wird. Der Film „Trau dich!“ veranschaulichte den Teilnehmern, welche Strategien Täter nutzen, um Nähe und Vertraulichkeit zu ihren Opfern aufzubauen und dass es eigentlich nicht möglich ist, am Alltagsverhalten Betroffener zu erkennen, ob sie Missbrauch erfahren müssen. In Kleingruppen diskutierten die Jugendlichen sehr engagiert darüber, wie man als Gruppenleiter Opfern helfen kann. Manuela Paulak betonte, dass der Schutz der Betroffenen dabei oberste Priorität hat. Darüber hinaus sollte man sich als ehrenamtlicher Mitarbeiter unbedingt die fachkundige Unterstützung durch beratende Stellen oder durch die Vertrauensleute der Evangelischen Jugend holen. Persönlich angerührt, aber auch bestärkt in dem Wissen, dass sie im Verdachtsfall nicht allein mit dieser schweren Thematik fertig werden müssen, beschlossen die Teilnehmenden diese Einheit.

 

Wir wollen etwas zu unserem Gemeindeleben beitragen!

 

„Es ist unglaublich toll, so viele Jugendliche kennenzulernen, die sich ehrenamtlich engagieren und das kirchliche Leben gestalten. Vor allem, wenn man bedenkt, welche Anforderungen die Jugendleiter noch neben ihrer freiwilligen Tätigkeit in der Schule, in der Ausbildung oder ihrem Studium bewältigen müssen. Man merkt es den Teilnehmern am Grundkurs jedes Mal aufs Neue an, dass sie sich aktiv am Gemeindeleben und der Gesellschaft um sich herum beteiligen wollen – und das allen Unkenrufen aus der Erwachsenenwelt über eine faule und passive Jugendgeneration zum Trotz!“, erzählen die hauptamtlichen Mitarbeiter des Grundkurses, Pädagogin Ines Güther und Diakon Andreas Lucke über die Zeit mit den Jugendleitern. „Ein dickes Lob gebührt auch unserem ehrenamtlichen Team, das die Fortbildungsmaßnahme mit durchgeführt hat. Ohne Kathrin Gruber, Matthias Ott, Hannah Schwarz, Jakob Kraus und Andreas Zeiser wäre es nicht möglich gewesen, den Jugendlichen ein so qualitativ hochwertiges Programm zu bieten.

 

Für die Evangelische Jugend, Andreas L

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