Hallo! Wir sind Tim Rothe und Lydia Kiefner und arbeiten momentan als FSJ-Praktikanten im Evangelischen Jugendwerk Augsburg. Da dieses Jahr im September endet und wir noch zwei Nachfolger brauchen, wollen wir euch einfach mal vorstellen, was denn ein FSJ im Jugendwerk überhaupt ausmacht. Viel Spaß beim Lesen!

 

Neben den Jugendreferenten arbeiten im Jugendwerk auch zwei FSJler. Aber was ist das denn genau? FSJ ist die Abkürzung für Freiwilliges Soziales Jahr. Wenn ihr euch darüber informieren wollt, was ein FSJ genau ist, dann tut das doch auf der Internetseite der Evangelischen Jugend München, die ist nämlich der Träger der beiden FSJ-Einsatzstellen im Juwe:

http://www.ej-muenchen.de/freiwillige-soziale-dienste/

Was macht man als FSJler im Jugendwerk?

Wir haben im Jugendwerk drei verschiedene Aufgabenbereiche: Die Pädagogische Arbeit, die Unterstützung bei Organisationen und im Büro und den Hauswirtschaftlich- Technischen Bereich. Pädagogische Arbeit schließt beispielsweise das Mitfahren auf die Grund- und Traineekurse oder das Leiten verschiedener Workshops und Besinnungstage ein. Die Unterstützung bei Organisationen bedeutet natürlich, dass wir bei sämtlichen Veranstaltungen, die vom Jugendwerk organisiert sind teilnehmen und helfen. Das heißt aber auch, dass wir teilweise länger bleiben und aufräumen müssen.  Hauswirtschaftliches und Technisches sind weite Felder, die von der Doblopflege bis zum Blumengießen reichen – es gibt immer etwas zu tun!

 

Die beiden FSJler und Andy während der Fotoaktion "Die Welt ist bunt"

 

Gruppenfoto des Herbstrundkurses 2016 

Rahmenbedingungen

­Wann arbeitet man als FSJler?

Wir haben eine 40 Stunden Woche und eine Standardarbeitszeit von 9 bis 16 Uhr. Da sich das aber nicht deckt, arbeiten wir auch noch außerhalb der Standardarbeitszeit an Wochenenden oder bei Abendterminen. Viele Stunden sammeln wir bei Freizeiten und Fortbildungen wie dem Konficamp.

Entlohnung

Wir bekommen als FSJler 432 € als Taschengeld und Verpflegungspauschale. Von vornherein: Wer viel Geld verdienen will, sollte lieber kellnern 🙂 Sofern ihr aber noch bei euren Eltern wohnt und keine großen Ausgaben habt, ist das doch eine nette Steigerung zum Schüleralltag. Wodurch wir entlohnt werden, das wir durch kein Geld ersetzen können, sind wertvolle Erfahrungen und Erlebnisse!

Wer kümmert sich denn um die FSJler?

Im Juwe haben wir die Religionspädagogin Sigrid Zimmermann als Anleitung. Wir führen regelmäßig Anleitungsgespräche und besprechen uns, wie das Jahr läuft. Sie hat einen Überblick über unsere Aufgaben, unsere Arbeitsstunden und unsere Urlaubstage. Außerhalb des Juwes ist die EJ München als unser Träger ein zuverlässiger Ansprechpartner. Was ein Träger genau ist, würde zu ausufernd werden – kurzgesagt sind sie unser Arbeitgeber, während das Jugendwerk unsere Einsatzstelle ist. Bei der EJ München können wir uns melden, wenn es im FSJ Probleme gibt, die wir nicht mit dem Juwe klären können oder möchten. Diese beiden Ebenen sind ein gutes Konzept und wir fühlen uns in jedem Fall gut aufgehoben!

 

FSJler mit Anleitung Sigrid

 

Wie eng arbeitet man als FSJler mit den hauptamtlichen Jugendreferenten zusammen?

Wir arbeiten natürlich nicht versteckt in irgendeiner Ecke im Jugendwerk für uns hin – ganz im Gegenteil! Das Verhältnis zu den Diakonen und Pädagogen im Jugendwerk ist sehr gut. Wir können jede Frage stellen, haben das Gefühl ernst genommen zu werden und erfahren positive Rückmeldungen. Wir unterstützen die Referenten, wo und wann immer sie uns brauchen. Durch die Offenheit, die jeder Referent in der Arbeit mit uns ausstrahlt, lernen wir verschiedene Arbeitsmethoden und Sichtweisen kennen und verstehen zugleich besser, wie Jugendarbeit hinter den Kulissen abläuft.

 

FSJler mit einem Teil des Juwe Teams

 

Wie sieht die Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Jugendmitarbeitern aus Augsburg aus?

Da man über das Jugendwerk auf annähernd jeder Veranstaltung der EJ dabei ist, lernt man Ehrenamtliche aus allen möglichen Arbeitsbereichen kennen. Junge motivierte Leute aus dem ganzen Dekanat trifft man auf Grundkursen, erfahrene ältere bei z.B. dem Tag der Jugendausschüsse. Außerdem erfahren wir vieles aus der Gremienarbeit – so sitzt Lydia jeder LK-Sitzung bei und ist dadurch mittendrin statt nur dabei. Wenn ihr euch unsicher seid, weil ihr bis jetzt nicht so aktiv in der EJ wart und wenige Leute kennt, dann lasst euch sagen: „Anfangs ist es etwas schwierig, sich in die bestehenden Strukturen der EJ einzufinden, aber rückblickend kann man voller Überzeugung sagen: Es lohnt sich!“

 

Eine Gruppe auf dem Kirchentag mit Tim

 

Ein Jahr für mich, ein Jahr für andere, so lautet der Slogan der EJ München für ein Freiwilliges Soziales Jahr. Nachdem wir bereits 75% unserer Zeit im Jugendwerk verbracht haben, können wir dazu ein Fazit ziehen. Die größten Gewinner des FSJs sind wir selber! Neben dem Sammeln praktischer Erfahrung sowohl in der Arbeitswelt als auch im Lebensalltag, konnten wir einen großen Schritt in unserer eigenen Persönlichkeitsentwicklung voranschreiten. Es ist schlicht und ergreifend ein ganzes Jahr, in dem man ohne großen Leistungsdruck von außen reifen kann.

Die FSJ-Seminare: Im Laufe des Jahres nehmen wir an insgesamt 25 Seminartagen teil, die sich in 5 Seminarfahrten á 5 Tage aufteilen. Für diese werden wir vom Jugendwerk freigestellt, sie zählen als volle Arbeitszeit. Die Seminare, die von Referenten der EJ München gestaltet werden, verbringen wir mit einer festen Gruppe, die aus anderen FSJlern aus dem Großraum München besteht. Dort tauschen wir Erfahrungen aus und erhalten wertwolle Tipps für den FSJ-Alltag, sowie thematische Inputs zu selbstgewählten Inhalten. Wir können von unserer Gruppe berichten: Es macht unglaublich viel Spaß! Mit den Leuten, die wir auf den Seminaren kennenlernen durften, haben wir Freundschaften aufgebaut, die über die EJ hinausreichen. Ein Jahr für mich, ein Jahr für andere!

 

Die FSJ-Seminar Gruppe

 

Wir hoffen, dass wir euch einen realistischen Einblick in unseren Arbeitsalltag bieten konnten. Solltet ihr noch Fragen zu einem FSJ generell oder speziell im Jugendwerk haben, dann kontaktiert uns! Das könnt ihr beispielsweise per Mail machen: lydia.kiefner@ej-augsburg.de oder tim.rothe@ej-augsburg.de – wir freuen uns über euer Interesse und antworten auf jede Mail mit Enthusiasmus. Versprochen!

Wenn wir bei euch Interesse geweckt haben, dann bewerbt euch noch heute!
Dazu schickt ihr ein Bewerbungsschreiben, einen Lebenslauf und aussagekräftige Zeugnisse an sigrid.zimmermann@ej-augsburg.de


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