Schulbezogene Jugendarbeit
Besinnungstage
Grundsätzliches
Klassen lernen deutlich besser, wenn Teamentwicklung, Stressbewältigung und Konfliktlösung stimmen und eine gute Lernbasis bilden.
Losgelöst vom 45 Minuten Takt bieten wir Tagesveranstaltungen (max. 6 Zeitstunden) in unseren ausserschulischen Räumen an.
Der Unkostenbeitrag für einen Tag liegt bei 60 € pro Klasse. Bei mehr als 30 SchülerInnen 2 € pro Person.
Die individuelle Planung und kompetente Begleitung Ihrer Klasse oder Schule wird durch ein erfahrenes Team gesichert.
Themenschwerpunkte:
Über Gott und die Welt
Wir sollen täglich an tausend Dinge denken und tausend Dinge regeln, dabei entgleitet uns oft das Wesentliche. Wir wollen in verschiedenen Grundfragen Möglichkeiten aufzeigen und erarbeiten, die einer gelingenden Zukunftsgestaltung zu Grunde liegen können.
Mögliche Bausteine können sein:
"Das ist doch nicht gerecht!"
Anhand verschiedener Bibeltexte werden aktuelle Themen wie Leiharbeit, Arbeitslosigkeit, Armut, Bildung u.v.m. angesprochen. Wir kommen der Idee von einer gerechten Teilhabe aller Menschen an unserer Welt auf die Spur.
"Was glaubst Du?" - Interreligiöse Dialoge
Judentum, Christentum und Islam sind die drei abrahamitischen Religionen. Welche Unterschiede existieren, vor allem aber welche Gemeinsamkeiten verbinden uns? Was können wir gegenseitig von einander lernen?
Genug für alle für immer
Nachhaltigkeit ist gesellschaftsfähig geworden - aber die Gesellschaft noch lange nicht nachhaltig. Wichtige Bereiche sind hierbei Konsum, Ernährung, Umgang mit Wasser und Energie. Wir wollen Impulse setzen, Aufklärung schaffen, Informationen vermitteln und zu Eigeninitiative auffordern.
Sozialtraining
Grenzen einhalten ist nur möglich, wenn die Grenzen bekannt sind. Leben gestalten wird immer komplexer und braucht deshalb immer klarere Leitlinien. Bei uns können die SchülerInnen eigene Konzepte ausprobieren und von bereits Bestehendem profitieren. In einer Mischung aus Wissensvermittlung und eigenem Ausprobieren entsteht so die Fähigkeit mündige eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen.
Mögliche Bausteine können sein:
Sozialkompetenzen stärken
Durch Methoden wie Rollenspiele, Gruppenarbeit und Problemlösungsaufgaben erhalten Ihre SchülerInnen die Möglichkeit, ihre eigene Selbstwirksamkeit zu entdecken. Die Selbst- und Fremdeinschätzung eigener personaler und sozialer Kompetenzen bildet einen weiteren Schritt hin zu einer reflektierten Persönlichkeit.
Gewaltfreie Kommunikation
Streit gehört zum Leben und Konflikte hat jeder mal. Auch in Schulklassen gibt es gelegentlich Auseinandersetzungen. Wir beschäftigen uns damit, konstruktive Wege der Konfliktlösung zu suchen und zu erlernen.
Stressbewältigung/Entspannung
Einen Ausgleich zu finden zwischen Anspannung und Entspannung trägt erheblich zu unserem Wohlbefinden und damit auch zu unserer Leistungsfähigkeit bei. Wir üben mit Ihren SchülerInnen einen wertschätzenden, achtsamen und mitfühlenden Umgang mit sich selbst und das Ernstnehmen der eigenen Bedürfnisse ein.
Lebensplanung
Wo will ich in 15 Jahren sein? Was kann ich? Was macht mir Spaß? Diese Fragen bearbeiten wir mit kreativen Methoden und kommen so der eigenen Antwort einer gelungenen Lebensplanung auf die Spur.
Leben mit Behinderungen
Inklusion ist der Schlüssel, das sagt das aktuelle Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung. Wir beschäftigen uns mit Auszügen aus der Konvention und erfahren durch eigenes Erleben, wie wir mit Beeinträchtigungen leben können.
TutorInnenschulungen
Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Verantwortungsgefühl sind Schlüsselqualifikationen für eine berufliche Laufbahn nach der Schule. In unseren 1tägigen TutorInnenprogrammen erhalten ihre SchülerInnen fundierte Anregungen und fachliche Unterstützung, um eigene Projekte und Aktionen mit den ihnen anvertrauten Klassen planen und durchführen zu können. Grundlagen der Gruppenpädagogik, Leitungsverhalten und Methoden der Konfliktlösung werden ebenso vermittelt, wie ein breites Repertoire an Spielen und einfachen Übungen. Mit Rollenspielen, Kleingruppenarbeit und Kooperationsübungen bereiten wir ihre TutorInnen kompetent und kreativ auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vor.
Projekte
Im Dekanat Augsburg sind mehr als 150 Schulen vertreten. Unser Konzept richtet sich hauptsächlich an Förderschulen und Hauptschulen. Unsere Projektarbeit soll aktuellen gesellschaftlichen, sozialpolitischen und religiösen Entwicklungen und Fragestellungen begegnen und Ansätze anbieten und weiterentwickeln, sich konstruktiv mit den komplexen Anforderungen unserer Zeit auseinander zu setzen.
2011-2012
Spiritour - Christentum, Judentum, Islam
2010-2011
Spiritour - Christentum, Judentum, Islam
Das Projekt wird durchgeführt mit 3 Klassen der Jahrgangstufe 8 der Mittelschule Zusmarshausen.
Judentum, Christentum und Islam sind die drei abrahamitischen Religionen unserer Zeit und auch in Augsburg erlebbar. Sie prägen und begleiten die hier wohnenden Menschen nachhaltig. Mit unserer Projektidee wollen wir einen Beitrag zu mehr Transparenz und Toleranz im religiösen Miteinander leisten. Durch die Beschäftigung mit speziellen Fragen sollen Vorurteile durch Wissen ausgeräumt werden und die Religionen durch eigenes Erleben wechselseitig erfahrbar gemacht werden. Wichtig in dem Zusammenhang ist auch die Beschäftigung mit der geschichtlichen Entwicklung der jeweiligen Religion.
Fragestellungen:
Wie wird der Glaube gefeiert?
Welche Gottesvorstellung ist vorhanden?
Welche Symbole / Rituale sind wichtig?
Wie sieht die Kleiderordnung im Gotteshaus aus?
Welcher Verhaltenskodex existiert dort?
Was sind die Gemeinsamkeiten der 3 Relionen?
Wie sieht mein eigener Glaubensweg aus?
Die Klassen werden mit je drei Projekttagen vom Jugendwerk begleitet.
Während der Projekttage besuchen sie die Barfüßerkirche, die Synagoge und die Moschee am Katzenstadl und erhalten dort fachbezogene Führungen. Sie erarbeiten sich eigenes Wissen zu den unterschiedlichen Religionen und erfahren durch ein typisches gemeinsames Essen viel über das Leben in der jeweiligen religiösen Gemeinschaft.
Gefördert durch die
und das
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Praxistage "Glücksstunden"
„Praxistage - Hand in Hand“ – unter diesem Motto steht das neue Schulprojekt des Evangelischen Jugendwerks Augsburg.
Eine Ganztagsklasse der Jahrgangsstufe 7 der Löweneck-HS unter der Leitung von Klassenlehrerin Rose Böse hat sich spontan bereit erklärt, bei dieser neuen Projektidee mit zu machen.
Hier steht der Radiobeitrag vom 8. Mai (RT1) über dieses Projekt zum Download bereit "Glücksstunden" - gluecksstunden.mp3 [~1,6 MB]
Von Oktober 2010 bis Juni 2011 übernehmen die 21 SchülerInnen regelmäßig in den unterschiedlichsten Einsatzstellen im Stadtteil Oberhausen unterstützende Tätigkeiten. In der Frére-Roger-Grundschule helfen sie dem Lehrpersonal bei der Durchführung von Sport-AG und Koch-AG, im Sanderstift und im Seniorenheim in der Ebnerstrasse gestalten sie kleine Spielrunden mit den BewohnerInnen oder lassen sich von den alten Menschen aus deren Leben erzählen, in der KiTa Eichlerstrasse spielen sie mit den Kindern in der Bau-Ecke und helfen ihnen beim An- und Ausziehen von Jacken und Schuhen und im St. Johannes Kindergarten singen sie mit Kindern im Stuhlkreis lustige Kinderlieder. Das erinnert die SchülerInnen an ihre eigene Kindergartenzeit und sorgt für interessante Erlebnisse.
In der Schule wird der Einsatz durch Gesprächsstunden begleitet. Die SchülerInnen reflektieren ihre Einsätze und erzählen sich gegenseitig, wie es ihnen ergangen ist. Im Altenheim ist letzte Woche eine Frau gestorben – das beschäftigt sie sehr. Sie denken über ihre eigenen Großeltern nach und was sie ihnen Gutes tun können, solange noch Zeit dazu ist.
Zusätzlich gestaltet das Evangelische Jugendwerk mehrere inhaltliche Tage, die über das Jahr verteilt den SchülerInnen Hilfestellungen in den Fragen: Umgang mit Konflikten, eigene Vorstellungen für die Zukunft entwickeln und Meinungen formulieren lernen, geben sollen. Im November fuhr die Klasse für 3 Tage in die Jugendbildungsstätte Babenhausen und lernte dort unter anderem im Hochseilgarten sich selbst zu motivieren und mit anderen Absprachen zu treffen.
Im Februar fand eine Zwischenauswertung bei SchülerInnen, Begleitpersonen in den Einsatzstellen, Schule und Jugendwerk statt. Die Rückmeldungen sind sehr positiv gewesen und bestärken alle Beteiligten, dass sie auf einem guten Weg sind.
Andrea Trapp, Referentin für Schulbezogene Jugendarbeit im Evangelischen Jugendwerk Augsburg, ist der Meinung, dass dieses Projekt in besonderer Weise das Soziale Miteinander und die Annäherungen der Generationen im Stadtteil Oberhausen fördert. „Dieses Projekt soll zeigen, dass Solidarität glücklich macht“, so Andrea Trapp. Der harmonische Kontakt zwischen sozialen Schichten und Generationen soll die SchülerInnen dabei unterstützen, Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen zu übernehmen und Verständnis für sie aufzubringen. Dass die SchülerInnen „ihr“ Projekt heimlich in „Glücksstunden“ umgetauft haben, mag zeigen, dass sie die Idee dahinter sehr gut verstanden haben.
Für Fragen zu Durchführung, Inhalten und Organisation wenden Sie sich bitte an das Evangelische Jugendwerk - Andrea Trapp









